Bechtheim/Lauterbach. Mit einer gemeinsam gepflanzten Partnerschaftsrebe und einem geselligen „Lauterbacher Abend“ haben die Stadt Lauterbach und die rheinhessische Ortsgemeinde Bechtheim ihre 60-jährige Freundschaft gefeiert. Eine Delegation aus dem Vogelsberg war dazu am Samstag, 31. Oktober, nach Bechtheim gereist.
Der Abordnung gehörten Stadtverordnetenvorsteher Gunther Sachs, Altbürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, Ehrenstadtrat Karl-Heinz Sachs sowie mehrere Stadtverordnete an. Mit Vollmöller und Ehrenstadtrat Sachs waren zugleich zwei langjährige Wegbegleiter vertreten, die die Freundschaft zu Bechtheim über nahezu fünf Jahrzehnte gepflegt und mitgestaltet haben. Bereits während ihrer aktiven kommunalpolitischen Zeit hatten Ehrenstadtrat Sachs und der frühere Bechtheimer Bürgermeister Hans Buscher die persönlichen Beziehungen zwischen beiden Kommunen maßgeblich gepflegt.
Zum Auftakt begrüßten Bürgermeister Tobias Perlik und der Erste Beigeordnete Manfred Buscher die Gäste aus dem Vogelsberg herzlich. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte ein besonderer Höhepunkt des Besuchs: Am Bechtheimer Weinpilgerpfad pflanzten Perlik, Buscher und Stadtverordnetenvorsteher Sachs gemeinsam eine Partnerschaftsrebe.
Die Rebe soll künftig an die sechs Jahrzehnte währende Verbindung beider Kommunen erinnern und als sichtbares Zeichen der Freundschaft weiterwachsen. Der evangelische Pfarrer Schenk und Pastoralreferent Reinfelder segneten sie im Rahmen einer ökumenischen Zeremonie.
Anschließend besichtigte die Delegation die historische Basilika und die evangelische Kirche in Bechtheim und erhielt dabei Einblicke in die Geschichte der rheinhessischen Gemeinde.
Lauterbacher Bier trifft auf rheinhessische Gastfreundschaft
Am Abend fand im Rahmen des traditionellen Halloweenfeuers der Freiwilligen Feuerwehr Bechtheim ein kleiner offizieller Festakt statt. Unter dem Motto „Lauterbacher Abend“ kamen die Gäste aus dem Vogelsberg mit ihren Bechtheimer Gastgebern zusammen.
Wehrführer Helm begrüßte die Delegation und freute sich besonders über die 150 Liter Lauterbacher Bier, die eigens aus der Kreisstadt mitgebracht worden waren. Die Ortsgemeinde Bechtheim hatte das Bier der Feuerwehr für die Veranstaltung spendiert.
Bürgermeister Tobias Perlik blickte in seinem Grußwort auf die langjährige Freundschaft zurück und sorgte mit einem humorvollen Bekenntnis für Heiterkeit. Obwohl in einer traditionsreichen Weinregion zu Hause, spreche er dem Lauterbacher Bier durchaus mehr zu als dem heimischen Wein. Eine Aussage, die bei den Gästen aus dem Vogelsberg auf besondere Zustimmung stieß.
Altbürgermeister Rainer-Hans Vollmöller erinnerte an die Anfänge der Verbindung und die zahlreichen Begegnungen während seiner langjährigen Amtszeit. Vor allem die persönlichen Kontakte hätten die Freundschaft über Jahrzehnte geprägt und lebendig gehalten. Es seien die Menschen auf beiden Seiten, die dieser Verbindung ihren besonderen Wert verliehen.
Stadtverordnetenvorsteher Gunther Sachs dankte im Namen der Stadt Lauterbach den Bechtheimer Gastgebern für den herzlichen Empfang. Sein besonderer Dank galt Wehrführer Helm und der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Gastfreundschaft sowie Bürgermeister Perlik und dem Ersten Beigeordneten Buscher für die Gestaltung des Jubiläumsbesuchs.
Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Sachs das Lauterbacher Stadtwappen, Wurstspezialitäten heimischer Metzgereien sowie Bierkrüge der Lauterbacher Brauerei. Damit könne das Lauterbacher Bier künftig auch in Bechtheim standesgemäß genossen werden, merkte Sachs augenzwinkernd an.
Bei guten Gesprächen und Lauterbacher Bier klang der Jubiläumsbesuch in geselliger Runde aus.
„60 Jahre Freundschaft sind weit mehr als ein Jubiläum. Sie stehen für unzählige Begegnungen, gemeinsame Erinnerungen und Menschen, die diese Verbindung über Generationen hinweg gepflegt haben. Mit der Partnerschaftsrebe haben wir heute nicht nur ein Zeichen unserer Verbundenheit gesetzt, sondern auch einen Blick in die Zukunft gerichtet. Denn Freundschaft ist wie eine Rebe: Sie braucht gute Wurzeln, Pflege und Menschen, die sich um sie kümmern. Genau das wünschen wir uns auch für die kommenden Jahrzehnte zwischen Lauterbach und Bechtheim“, so Stadtverordnetenvorsteher Gunther Sachs abschließend.