100 Jahre Gedächtnishalle

Am Sonntag, den 11. Oktober 2026, um 14 Uhr begeht die Stadt Lauterbach den 100. Jahrestag der Kriegergedächtnishalle am Friedhof. 

Das heute unter dem Namen „Gedächtnishalle“ geläufige Bauwerk wurde 1926 errichtet und unter großen finanziellen Anstrengungen zur Erinnerung an die Lauterbacher Gefallenen des Ersten Weltkriegs geweiht. Der damals amtierende Bürgermeister Hermann Walz (SPD) hatte selbst an der Front gestanden und engagierte sich nach Kriegsende u. a. im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Unter Beteiligung eines breiten politischen Spektrums aus der Stadtgesellschaft wurde die Halle mit einer aufwändigen Zeremonie eingeweiht. Es spielten Musikgruppen und hielten Beteiligte aus der Politik verheißungsvolle Reden; darunter auch der hochgradig begabte Architekt Adolf Pfeiffer, aus dessen Feder der Plan für das Bauwerk entfloss. 

In drei Wortbeiträgen und in musikalischen Einlagen auf der Zither soll an das Werden und Sein der inzwischen nun 100 Jahre alten Halle erinnert werden. Das Hauptaugenmerk legt der Veranstalter in diesem Jahr auf die Geschichte einer Kriegerwitwe, die im Ersten Weltkrieg ihren liebenden Ehemann verlor und in den 1920ern seinen kleinen Sohn großzog. Stellvertretend für dutzende gleichlautende Schicksale wird hierüber Rolf Schamberger MA den Kernvortrag des Tages halten und bringt hierzu als Exponat auch die Schmuckschatulle der Betreffenden als Exponat in die Veranstaltung ein. Eine kleine historische Einleitung hierzu von Till Hartmann geht der kulturhistorischen Erörterung Prof. Dr. Karl-August Helfenbeins voraus, der über historische Besinnung und Totenverehrung am Beispiel der Lauterbacher Gedächtnishalle referieren wird.  

Albrecht Harres, Matthias Stolze und die Stadtgärtnerei um Ingo Appel bestellen seitens des Lauterbacher Betriebshofes das Ambiente der Halle, in welcher auch insbesondere Herr Bürgermeister Holger Marx einordnende Worte zum Jubiläum zum Besten gibt.